Eingewöhnungskonzeption

Das „Berliner Modell zur Eingewöhnung“ wurde ursprünglich vorrangig für Krippenkinder entwickelt. Nach vielen guten Erfahrungen findet es in unserer Kita in allen Altersgruppen Anwendung.

Die Grundlagen für das Modell bildet die Ethologische Bindungstheorie von John Bowlby. Es wurde entwickelt mit Beachtung der frühen Bindung des Kindes an seine Eltern bzw. seine Bindungsperson.

Der Eingewöhnungsprozess wird dabei als eine aktive Anpassungsleistung des Kindes interpretiert, die durch die Zusammenarbeit von Eltern und Erzieher /innen unterstützt wird. Wir verstehen dieses Modell nicht als ein anwendbares Rezept, sondern als eine Anleitung für Eltern und Erzieher/innen. Jede Entscheidung über Ablauf und Dauer der Eingewöhnung wird als vorläufig betrachtet und orientiert sich am Verhalten des Kindes.

Ziel des Modells ist es, dass sich das Kind unter dem Schutz einer Bindungsperson mit der neuen Umgebung vertraut machen kann und eine Bindung zur Erzieherin aufbaut. Abgeschlossen ist die Eingewöhnung, wenn die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert wird und das Kind sich von ihr trösten lässt.

Sie unterstützen Ihr Kind beim Kennenlernen der neuen Umgebung und der Erzieherin, in dem Sie folgendes beachten:

  • Suchen Sie sich ein gemütliches Eckchen im Gruppenraum und verhalten Sie sich grundsätzlich passiv.
  • Reagieren Sie auf Annäherung und Blickkontakte positiv.
  • Nehmen Sie jedoch von sich aus keinen Kontakt zum Kind auf.
  • Drängen Sie Ihr Kind nicht, sich von Ihnen zu entfernen oder etwas Bestimmtes zu machen.
  • Wenn Sie den Raum verlassen möchten, lassen Sie zu, dass Ihr Kind Ihnen eventuell folgt.
  • Versuchen Sie, sich mit anderen Dingen und Kindern zu beschäftigen.
  • Sie spielen den sicheren Hafen für Ihr Kind.
  • Wichtig: In der Zeit der Eingewöhnung sollte das Kind die Einrichtung möglichst nur halbtags besuchen.